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»» Meine GedichteGedichte schreibe ich seit meiner Kindheit. Doch ,,schreiben'' ist eigentlich der falsche Ausdruck dafür. Sie fallen mir ein, kommen mir in den Sinn, manchmal sogar im Schlaf- ja, ich habe tatsächlich schon Verse geträumt. Das ist meine Art, Erlebtes zu verarbeiten und Stimmungen auszuleben. Nur selten ,,bastele'' ich an einem Gedicht herum. Wenn mir ein treffendes Wort oder gar eine Pointe fehlt, lege ich es einfach beiseite. Irgendwann ist seine Zeit gekommen. Vor ein paar Jahren überredeten mich Freunde, einen eigenen Gedichtband herauszugeben. In verschiedenen Anthologien (,,Ly- La- Lyrik'', ,,Welt der Poesie'') waren bereits Verse von mir erschienen. Trotz großer Skepsis meinerseits erfüllte ich mir schließlich damit einen einstigen Kindheitstraum. Einige Gedichte daraus: Nachbars Birnen Sie leuchteten wie Septemberlicht. Dennoch pflückte er sie nicht. Krachend fielen sie vom Baum. Traurig floss der süße Schaum... ----- Doch seht nur, seht! Wie freut mich dies! Er schuf ein Vogelparadies.
Roter Mohn auf grüner Wiese ... --- Freudenfeuer in heiterer Sommerzeit. Eigensinn in schlichter Einfachheit? Warnsignale gegen satte Zufriedenheit! --- Oder einfach nur: Roter Mohn auf grüner Wiese. Ende August Vergilbtes Gras. Verwehte Blüten. ----- Doch im Birnbaum hocken die Träume und kichern: Jetzt kommt unsere Zeit! Manchmal im Frühling ... lass ich den Abwasch einfach liegen, die schmutzige Wäsche, den ungeschriebenen Brief, die unbezahlte Rechnung. ---------------- Und laufe hinaus auf die Wiesen, wo das Leben gerade erst beginnt. Rieche den Tau, schmecke die Gräser, fühle die Erde. -------------- Dann kehre ich heim - wiesengestärkt- zu meinem alten Abwasch.
Kleine Dinge Manchmal bin ich so vergnügt wegen ganz, ganz kleiner Sachen. Ein bunter Schmetterling, ein Pilz, ein Vogelruf, ein Kinderlachen. ---- Manchmal braucht es gar nicht viel, nur ganz kleine Dinge. Ein Veilchenstrauß, ein liebes Wort. Ich bin vergnügt und singe.
Ungeduld Mir scheint, als lacht das Scharbockskraut uns Menschen alle aus. Es kündigte den Frühling an! Nun wird wohl noch nichts draus. ----- Seit gestern wieder alles weiß statt zartem, sattem Grün! Der Winter, einst ein lieber Gast, soll endlich sich verzieh'n! ----------- Es schwärmten viele Dichter schon vom frischen Märzenschnee. Doch mir, mir steht schon lang der Sinn nach Wiesengrün und Klee!
Märzsonne Da ist sie wieder! ------ Zurück aus dem Urlaub schickt sie ihre müde Stellvertreterin heim und brennt mir übermütig Zeichen in die Haut. Autsch! Pikiert crem' ich mir die Nasenspitze ein, greif' mir den Gartenspaten und ruf' ihr zu: ,,Na warte! Woll'n doch mal sehen, wer hier die Stärkere ist!'' ------- Und zwei Powerfrauen stürzen an die Arbeit.
Schweigen Abgrund zwischen stummen Lippen. Der Atem gefriert und klirrt hinab. Doch schweigen deine Augen nicht. Lass mich zu ihnen Brücken bauen, damit das Schweigen bricht!
Schneefall Seit heute morgen trägt das Land die weiße Friedensuniform. Zeichen für die Kinder, wieder draußen zu spielen. ------ Wir stehen am Fenster, lächelnd, Sehnsucht im Blick. ------------ Ein Mütterchen barmt: ,,O je, o je!'' Es mag noch immer keine Uniformen.
Für morgen Das Treiben hat mich müde gemacht. Ich hocke kraftlos auf einem Stein. Anfang um Anfang- und wieder kein Ende. Täglicher Neubeginn. Ausbeute? Klein! Morgen wird weiter gekämpft und gestritten. Für heute lasst mich mal mutlos sein. ________________________________________________ Bootsfahrt Zu treiben so auf ebenen Weiten, fernab des Menschen rastloser Hand... Einmal die Sehnsucht verspüren nach Land. Einmal noch ganz am Anfang sein. ßßßß ---------------------------------------------------------------------------------------------------------- Mitten im Glück Ganz unbegreiflich ist mir, dass irgendwo Krieg sein kann auf dieser Erde, wenn du neben mir liegst und schläfst. ----------------------------------- So viel an Frieden ist hier, dass er doch reichen müsste für andere Räume, wenn sie der Liebe nur gäben eine Chance.
Manchmal abends Ein Hauch. Kerzenflämmchen winden sich in Todesangst, bis sie wieder tanzen. Ich schau' ins Licht wie in das Leben... Da wächst die Sorge um das Flämmchen. ___________________________________________________________________________________________
Wunsch Ich möchte gern ein Meer dir sein, mit Tiefen, die ergründbar sind. Dir Ruhe geben, wenn du müde bist. Erfrischen dich, wenn du mir Stärkung brauchst. Und keine Klippe schreckte dich. So wild zu sein und wild zu fordern dich! Und nur du ganz allein sollst mein Bezwinger sein.
Vergleich
Die eine ist anmutig wie eine Lilie, die andre grazil wie Akelei, die dritte mehr wie ein Buschwindröschen und fühlt sich ganz wohl dabei. --- Wir Menschen sind so wie ein Garten. Man muss nur genau hinsehen. Du bist stark wie die Kiefer vorm Haus, wirst auch diesen Winter grünen und ihn überstehen.
Für Franziska In einem Buch lesen. Ein Bild malen. Spazieren gehen. ------- Jeden Tag ein bisschen leben. Jeden Tag ein bisschen mehr. ----- Die Blumen gießen. Die Schwäne füttern. Ein Geschenk bereiten. ----- Um irgendwann ein Lied zu singen. (Franziska, 31 J. jung, 1,68 m groß, 36 kg leicht- magersüchtig. Ich bin froh, dass ihr mein Gedicht etwas dabei geholfen hat, wieder auf die Beine zu kommen.)
Meine schönsten Liebesverse... entstehen in der Nacht. Aber lesen kann man sie nicht. ------- Denn am Morgen tausche ich sie ein gegen deine Stimme, deine Hände, dein Gesicht.
Strandgedanken Jetzt liegt das Meer so friedlich da, fast wie gezähmt nach langem Toben. Hatte sich aufgebäumt, fiel zurück... Das Meer kann ich nicht zähmen. Doch wie ist das mit dem Glück?
Sturm Er bewegt Bäume. Er bewegt Sträucher. Er jagt Menschen wie Laub vor sich her. ----- Sturm. Auch mich bewegt er. Wieder mal siegte rauhe Gewalt.
Ich Jeden Morgen- immer wieder- steh' ich auf und geh' hinaus. Singe meine eigenen Lieder. Selten nur gibt es Applaus. --- Immer wieder, manche Stunde: ,,Ist es gut so?'', frag' ich mich. Oftmals weiß ich nicht die Antwort. Aber das bin nun mal ich.
Gewissheit Zugegeben, noch kenn' ich den Platz nicht, auf dem ich stehe. Kenne den Weg nicht, den ich gehe. Den nächsten Schritt zwar, den nächsten Halt, den nächsten Baum, den nächsten Wald... ---
Doch gehen werd' ich, wohin ich auch kann. Und eines Tages komme ich an.
Na? Neugierig geworden? Wer möchte, kann gern das Buch bei mir käuflich erwerben. Email genügt.
Achtung! Hinweis! Diese Gedichte sind mein geistiges Eigentum! Eine Weiterverbreitung ist nur nach meiner Erlaubnis und mit Hinweis auf die Urheberin möglich! Dies gilt ebenso für alle Fotografien auf dieser Homepage! Über eine Verlinkung jedoch würde ich mich sehr freuen.
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